| Sofort zusammen ein Objekt zu beziehen ist wie der Sprung eines Nichtschwimmers ins Meer bei Sturmflut. Wenn man ein Objekt beziehen will, befindet es sich selten in ausreichendem Grundzustand. Ein Aufbau ist nötig, die Erschaffung der erträumten Welt. Wer das ganz ignoriert, den wird die Welt, aus der man kommt, wohl zurückholen. Aber wenn man sich nun Tag für Tag krummarbeitet und vielleicht trotzdem an wesentlichen Mängeln aufgrund fehlender Finanzen nichts ändern kann, verläßt einen früher oder später die Kraft. Oder wir werfen, vielleicht nur im Stillen, anderen vor, weniger zu tun als wir selbst. Selbst das sofortige Zusammenwohnen in einer WG führt vielfach zu unnötigen Spannungen und Konflikten, die nicht selten einen Bruch nach sich ziehen. Wir haben funktionierendes Zusammenleben nicht von Kindheit an erlebt und erlernt. |
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Wäre es nicht besser, falls man sich nach
virtuellem Kontakt und späteren Treffen entschliesst, es
gemeinsam zu versuchen, zunächst in einen Ort oder zumindest
eine Region ziehen und nach und nach immer mehr Zeit miteinander
verbringen, in der man zusammen lebt und arbeitet. Dabei entstehen
fast von selbst Regeln und Bräuche, statt dass man solche
abstrakt festlegt - oder auf sie verzichtet und das damit verbundenen
Hick-Hack riskiert. Man baut sich eine Parallelwelt auf, die man nach
und nach zum eigentlichen Mittelpunkt des eigenen Lebens und Denkens
werden lässt. Dabei wird der Teil des Lebens, den man zunächst
noch in den bestehenden konventionellen Strukturen verbleibt, nach
und nach kleiner und unwichtiger.
Sicherlich, aufbruchsentschlossene Menschen sehnen sich nach sofortigem vollständigem Bruch mit dem Status Quo. Aber kaum jemand schaffte es. Die meisten legten sich irgendwann entmutigt Weltanschauung von der Stange zu. |
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