Natürlich liegt es nahe, ein völlig autarkes Leben anzustreben. Nun, der Jäger und Sammler kommt nicht nur mit den Gesetzen in Konflikt, sondern hat auch in der Kulturlandschaft kaum die Möglichkeit, auf die Dauer ausreichend Beute zu machen. Nicht nur wir Menschen, sondern auch die Natur ist zu verändert für solch ein Leben. Betreibt man Ackerbau und Viehzucht oder beliebige Gewerbe, wird man sich dem geschäftlichen Gebaren der Moderne anpassen müssen und landet schliesslich wieder in genau dem Teufelskreis, dem man entkommen wollte.
Menschen, die wirklich ein anderes Leben als das in der heutigen Sozialstruktur übliche brauchen, können sich von den Zwänge der Gesellschaft befreien. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es nicht leicht, aber möglich ist, sich den nötigen Freiraum zu schaffen, indem man den staatlichen Institutionen konsequent klar macht, daß man nicht so leben kann, wie es die Masse zur Zeit tut. Es ist eine Art "Ziviler Ungehorsam". Dadurch verliert man natürlich den Anschluss an die gängige bürgerliche Gesellschaft. Dafür gewinnt man Zeit.
Zeit ist der einzige Wert im Leben, der nicht regenerierbar ist. Allerdings ist der Mensch von seinen Grundanlagen her ein geselliges Tier und daher kann ein alternatives Leben, alleine geführt, durchaus nicht befriedigend sein. Mir ist es letztendlich lieber, als die trügerische Geselligkeit, die die Menschen hierzulande und fast überall auf der Welt leben. Da ich aber der Meinung bin, dass es sicher noch andere Menschen auf der Welt gibt, die wie ich den Hals absolut voll haben vom Leben der "Veränderten", schreibe ich diese Seiten, in der Hoffnung, Leute mit ähnlichen Gedanken zu finden, die wie ich einiges auf sich nehmen, um gemeinsam wirkliche Alternativen zu leben, statt nur davon zu träumen und zu theoretisieren.